veröffentlicht am 18. Mai 2020

Hochschule Luzern setzt neuen Massstab für die Ausbildung von digitalen Fachleuten im Bauwesen

Online Medienkonferenz «Digital Construction»

Veranstalter
Hochschule Luzern – Technik & Architektur

Datum:
Dienstag, 19. Mai 2020

Zeit:
10:30 - 11:30 Uhr

Die Hochschule Luzern stellt in einer online Medienkonferenz den neuen, interdisziplinären Bachelor-Studiengang «Digital Construction» vor.

Aufzeichnung der online Medienkonferenz

MEDIENMITTEILUNG VOM 19.05.2020

Hochschule Luzern setzt neuen Massstab für die Ausbildung von digitalen Fachleuten im Bauwesen

Die Bau- und Immobilienwirtschaft befindet sich an einem entscheidenden Übergangspunkt, an dem der Einfluss der Digitalisierung deutlich zunimmt. Doch wer Gebäude digital planen, bauen und betreiben will, braucht Kompetenzen, die heute in der Praxis noch weitgehend fehlen. Das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern hat das erkannt und lanciert diesen Herbst in Ergänzung zum bestehenden Angebot den komplett neuen, interdisziplinären Bachelor-Studiengang «Digital Construction».

Die Bau- und Immobilienbranche trägt mit einem stabilen Anteil von 15% wesentlich zum Schweizer Bruttoinlandprodukt bei. Mit rund 60’000 Unternehmen und über 500’000 Mitarbeitenden ist sie ein zentraler Wirtschaftszweig der Schweiz. Die Digitalisierung hat dabei seit einigen Jahren auch in dieser Branche Einzug gehalten. Die Zusammenarbeit, die Berufsbilder und die Nachfrage an Fachkräften haben sich massgeblich verändert, wobei dieser Prozess heute an einem entscheidenden Punkt steht.

Bildungsangebote aktuell ungenügend

Die Wirtschaft verzeichnet heute einen ausgesprochen grossen Bedarf an Architektinnen, Bauingenieuren und Gebäudetechnikerinnen mit digitalen Kompetenzen. Derzeit sind in der Schweiz insgesamt rund 18’000 Stellen in der Bau- und Immobilienwirtschaft unbesetzt, wie ein Bericht von Job-radar.ch vom Februar 2020 zeigt. Alleine im Bereich Building Information Modelling (BIM) fehlen aktuell rund 500 Fachleute.

Die Bauwirtschaft hat sich in der Digitalisierung über die letzten Jahre deutlich schneller entwickelt als die dazugehörende Bildungslandschaft. Für Hochschulen stellt die Transformation von etablierten Studiengängen eine Herausforderung dar. Die hohe Nachfrage nach kompetentem Nachwuchs mit digitalen Skills kann als Folge nicht befriedigt werden und es besteht akuter Bedarf für neue Wege in der Aus- und Weiterbildung.

Hochschule Luzern erfindet Bachelor-Ausbildung neu

Die Hochschule Luzern will ihre Studierenden mit ihrem Bildungsangebot darin befähigen, die digitale Transformation in der Baubranche aktiv zu gestalten und nachhaltige Gebäude zu bauen. Die Hochschule Luzern hat sich – als erste Hochschule im deutschsprachigen Raum – dazu entschieden, einen komplett neuen Bachelor-Studiengang anzubieten. Mit dem Studiengang «Digital Construction» wird den Studierenden die einzigartige Möglichkeit geboten, ein digitales sowie auch ein fachliches Kompetenzprofil zu erwerben. Der Studiengang umfasst die drei Studienrichtungen Architektur (Bachelor of Arts), Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik (Bachelor of Science) und startet im Herbst 2020. Das neue Angebot ist eine Ergänzung zu den bestehenden Bachelor-Studiengängen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik | Energie im Fachbereich Bau.

Studiengangleitung mit hoher Praxiserfahrung

Der Hochschule Luzern ist es gelungen, Mark Baldwin und Markus Weber als Co-Studiengangleiter von «Digital Construction» zu gewinnen. Beide sind ausgewiesene Koryphäen im digitalen Planen, Bauen und Betreiben mit grosser Projekterfahrung und einem starken Bezug zu den aktuellen Bedürfnissen auf dem Markt. Mark Baldwin gilt als international renommierter Experte und Autor für BIM. Markus Weber ist Mitinitiator und Präsident von «Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland».

«Das Studium richtet sich an junge Menschen mit Weitblick, die sich für die Bauwirtschaft von Morgen begeistern lassen und ein ganzheitliches Denken mitbringen.»
Markus Weber, Co-Studiengangleiter Digital Construction

Sattelfest in den neuesten Technologien und Methoden

Die Studierenden lernen in «Digital Construction» digitale Zwillinge von Gebäude zu erstellen und neueste Methoden und Technologien – wie beispielsweise BIM, parametrisches Modellieren, Internet of Things (IoT), Virtual und Augmented Reality (VR/AR) – über den gesamten Lifecycle eines Gebäudes zu nutzen.

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiums arbeiten später in Architektur-, Bauingenieur- oder Gebäudetechnik-Unternehmen, entweder in der modellbasierten Projektabwicklung oder mit daten- basierten Dienstleistungen. Eine Anstellung in der Immobilienentwicklung, im Immobilienmanagement oder in der Bauindustrie ist ebenfalls denkbar.

Neues Bildungsangebot für die Berufe von Morgen

Die Arbeitsfelder von Ingenieurinnen und Architekten befinden sich mitten in einem rasanten Umbruch. Um die Chancen der Digitalisierung erfolgreich zu nutzen, braucht es zusätzliche Qualifikationen. Die Hochschule Luzern bietet deshalb ab Herbst 2020 neue Studiengänge an. Neben «Digital Construction» wird ein zweiter Studiengang in «Digital Engineering» lanciert. Als datengetriebener Studiengang verbindet «Digital Engineering» eine Ingenieurausbildung mit dem Wissen zur Gewinnung und Auswertung von digitalen Daten.

Weitere Informationen zu «Digital Construction» finden Sie unter: www.hslu.ch/digital-construction
Weitere Informationen zu «Digital Engineering» finden Sie unter: www.hslu.ch/digital-engineering

Hochschule Luzern

Die Fachhochschule der Zentralschweiz

Die Hochschule Luzern ist die Fachhochschule der sechs Zentralschweizer Kantone und vereinigt die Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft, Informatik, Soziale Arbeit, Design & Kunst sowie Musik. Mit rund 7ʼ000 Studierenden in der Ausbildung und 4ʼ400 in der Weiterbildung, fast 500 aktuellen Forschungsprojekten und über 1ʼ700 Mitarbeitenden ist sie die grösste Bildungsinstitution im Herzen der Schweiz. www.hslu.ch

Das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern bereitet Studierende mit praxisnahen Studiengängen und einer interdisziplinären Ausbildung auf den Berufsalltag von Ingenieurinnen und Architekten vor. Das Departement betreibt in insgesamt dreizehn Kompetenzzentren anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung.